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Die Blaue Blume blüht in Satumaa PDF Drucken E-Mail

Klassik und Tango
Ein Liederzyklus nach Gedichten von Joseph von Eichendorff, eingebettet in finnische Tangos.
Harri Kaitila, Tenor und Dmitri Pavlov, Komponist und Pianist.

Dmitri Pavlov komponierte seinen Liederzyklus „Die Blaue Blume" für Tenor und Klavier nach Gedichten des Joseph von Eichendorff.

Er nannte seinen Liederzyklus nach dem Symbol der Romantik, das zunächst von Novalis in seinem Romanfragment „Heinrich von Ofterdingen" eingeführt, später von Eichendorff in seinem Gedicht „Die Blaue Blume" besungen, und schließlich zum Inbegriff der Sehnsucht wurde.

Im Liederzyklus „Die Blaue Blume" erleben wir eine spirituelle Initationgeschichte.

Das zentrale Thema der Romantik, die Suche nach der blauen Blume ist der Angelpunkt der Gedichte. Hier wird von den Erlebnissen eines jungen Mannes erzählt, den die verzweifelte Suche bis an den Rand des Wahnsinns und darüber hinaus treibt.
Glückselig landet er am Ende in einer anderen, transzendenten Welt, in der wieder, wie am Anfang, Schönheit und Unschuld herrschen.


Die Spannweite der Musik reicht von bildschönen, hochromantischen, melodischen Liedern über explodierend-dramatische Gefühlsausbrüche bis hin zur kühlen Abgeklärtheit der Moderne.

Dmitri Pavlov bewegt sich souverän im Zentrum des romantischen Stiles und überrascht den Zuhörer von dort aus mit Elementen aus Jazz und moderner Musik.

Sein virtuoses Können als Pianist zeigt Dmitri Pavlov im Laufe des Liederzyklus in manchen Passagen, die oft wie reine pianistische Feuerwerke strahlen.

Harri Kaitila:
„Der Liederzyklus "Die Blaue Blume" ist aus sängerischer Sicht sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll. Die Rhythmen sind mal ruhig und langgedehnt, mal jazzig und modern.

Die Melodien sind meistens sehr sängerisch, manchmal steht ein starker Rhythmus im Vordergrund. Aber wie auch sonst bei Dmitri Pavlovs Kompositionen, selbst bei anscheinend atonalen Stücken, liegt ein schöner, logischer, tonaler Klangteppich unter jeder Melodielinie, der die Aufgabe des Interpreten zum Vergnügen macht."

Der Zuhörer, der stets neue Impulse erfährt, wird mitgenommen auf diese abenteuerlichste aller möglichen Reisen: die Reise zu sich selbst.

Gewidmet hat Dmitri Pavlov das Werk Harri Kaitila.
Dieser ist die ideale Besetzung des romantischen Tenors.
Seine klare, ausdrucksstarke Stimme und sein nuancenreicher Vortrag, der das Gefühl stets auslotet und niemals übersteuert, verhalten sich zusammen mit Pavlovs Klavierspiel wie Blüte und Farbe der blauen Blume selbst.

Das Programm „Die Blaue Blume" ist ca. 25 Minuten lang und besteht aus neun Liedern für Tenor und Klavier. Eingebettet wird der Zyklus in eine Aufführung traditioneller und von Dmitri Pavlov neu arrangierter finnischer Tangos.

Satumaa heißt das Märchenland, das für die Finnen zum Inbegriff aller Sehnsucht geworden ist und die Urquelle des finnischen Tangos darstellt.

In Satumaa ...

"Jenseits von dem weiten Meer, da liegt versteckt ein Land,
wo die Wellen endlich schlafen an dem fernen Strand,
wo die schönsten Blumen immer blühen ohne End,
zu vergessen sind die Sorgen, Kummer keiner kennt"

so die erste Strophe des berühmten Tangos „Satumaa" von Unto Mononen, Deutsche Fassung: Harri Kaitila

... blüht die blaue Blume!

Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, daß in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.

Anfang des Gedichtes „Die Blaue Blume" von Joseph, Freiherr von Eichendorff

Weiterlesen...[Kaitila, Harri, Info]
Weiterlesen...[Pavlov, Dmitri, Info]

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 02. Januar 2009 um 18:32 Uhr